Jan von der Werth - Co-Begründer von Heart Dialogue

 

Ausgelöst durch mein VerlorenheitsGefühl in dieser Welt, durchforstete ich seit meiner Jugend auf verschiedenste Weise die Geheimnisse des menschlichen Herzens, der Schöpfung und des Lebens. Angefangen bei SelbstVerbesserungsMethoden á la NLP und MotivationsTraining, über Hypnose und einige fortschrittliche Visualisierungs- und MeditationsTechniken lernte ich schmerzhaft, dass all dies mir nicht jene Antworten zu geben vermochte, die ich so sehnsüchtig suchte, weil es mein Herz weder tiefer berührte noch nährte. Strebte ich anfangs noch Veränderung im oder Hilfe von Außen an, so verstand ich mit Anfang/Mitte Zwanzig, dass seelische Transmutation und Heilung als solche den wahren Wert für mich darstellten und ein lebenslanger Prozess werden würden, dem ich mich auch gerne widmen wollte.

Diese Einschätzung hat sich für mich dann voll bewahrheitet, als ich in der Zeit meiner akademischen Ausbildung ein Paradigma kennenlernte, dass Menschen als primär emotional ansieht und lehrte, wie dies mit unseren spirituellen SeinsAspekten zusammengebracht werden kann. Zum ersten Mal fühlte ich mich tief berührt und gefühlt. Einige Jahre später studierte ich ebenso begeistert die IndividualSystemik von Artho und Veeta Wittemann und machte dort auch eigene ProzessArbeit. 

Durch meinen eigenen HD-Prozess und meinen sehr fruchtbaren Austausch mit meiner Frau eröffnete sich mir meine Fähigkeit, komplexe paradigmatische Zusammenhänge zu erkennen, zu fühlen und vertiefen zu können. Fundamentale Fragen begannen, mich tief zu beschäftigen: Wie greifen existentiell-emotionale, persönliche Themen, göttlich-spirituelle Erfahrungen und dualisierende Mechanismen unseres Geistes ineinander? Wie unterscheiden sie sich und wie sind sie miteinander verwoben? Wie kann man sie prozessieren, sich bewusst machen und sie heilen?
Ich habe leichten und tiefen philosophischen Zugriff auf auragetische Dimensionen und ebenso aus ErleuchtungsErfahrungen vergangener Leben einen ErinnerungsGeschmack an Schöpfer (zum HingabePfad gehörig) und Oneness (Aspekt des AuflösungsPfads). Allerdings wird mir immer bewusster, wie diese Zugänge in diesem Leben bislang wirklich rein philosophischer Natur sind und ich sie (bislang) nicht verkörpere.

Ich habe seit Ende 2012 durch meinen eigenen sehr komplexen und herausfordernden SchattenmachtProzess eine Art Portal für diese äußerst schwierigen Prozesse in Heart Dialogue eröffnet (damals natürlich, ohne es zu wissen). Obwohl mich das persönlich einen hohen Preis gekostet hat, bin ich sehr erleichtert, dass all diese vermeintlich „dunklen Seiten“ in uns Seelen nun endlich wirklich fühlend ans Tageslicht unseres Bewusstseins und ins LiebesLicht unserer Essenzen gelangen dürfen, um zu heilen.

Im November 2016 bin ich nun dabei, ein weiteres Portal zu durchstoßen (erneut: selbstverständlich weder willentlich, noch geplant): Mein eigener GenderProzess dreht sich aktuell intensiv um tiefe Versionen patriarchaler Themen und spiritueller Arroganz. Auch wenn es mir nie schwer fiel, diese Themen auf Seminaren für mich zu halten, so will ich an dieser Stelle doch (als Mann) ein rigoroses Zeichen setzen. Heart Dialogue und Ionas Arbeit darin sowie ihre Verkörperung davon liegen mir zu sehr am Herzen, um mit patriarchaler Arroganz auf egal wie subtile Weise aus ungesunden männlichen und/oder spirituellen Haltungen heraus darin mit „beschmutzenden Schuhen“ herum zu trampeln. Dafür sind mir meine Frau einerseits und das Paradigma als solches andererseits viel zu kostbar. Deshalb habe ich schweren Herzens für mich die Wahl getroffen, mich ab sofort von sämtlichen öffentlichen „Ämtern“ in HD (Ausbildung, ASD, Seminare, APG und ProzessGruppenBeisitz) zurückzuziehen.

Ich schreibe dies und treffe diese Entscheidung natürlich vor allem ganz persönlich für mich, aber darüber hinaus auch im größeren Kontext des in Heart Dialogue vielfach thematisierten Shifts hin zu primärem Yin und Emotionalität in Essenz in uns Menschen (Männern und Frauen). Und ohne mich dabei aus der Verantwortung stehlen zu wollen, ist es vielleicht in diesem größeren Kontext sehr stimmig und sinnvoll, dass Iona als Frau Heart Dialogue nun eine Weile ganz allein hält und in ihrem tief-berührbaren Herzen weiter in die Welt trägt.

Derweil fühlt es sich als Mann gerade so an, dass ich nichts Besseres für mich tun kann, als alles Patriarchale vollständig in mir ans Tageslicht zu bringen, damit es kollabieren kann, so dass das Verwundete unterhalb dessen gefühlt werden und heilen kann und sich dann endlich das gesunde Männliche, verletzlich-Herz-basiert Kraftvolle entfalten kann. Denn es ist dringend an der Zeit, dass Männer und Frauen damit aufhören, aus ungesunden SchattenArchetypen heraus Dinge in die Welt bringen, die an und für sich heilig und wahr sind. Und jeder Mensch, Mann oder Frau, trägt diese SchattenArchetypen in sich, solange er oder sie nicht auf der Grundlage seines geheilten BeingWertes einen tiefgreifenden Gender-HeilungsPfad beschritten hat, um sie zu heilen.

Erst wenn dies in mir persönlich vollbracht ist bzw. sich zu einem stimmigen Punkt entwickelt hat, werde ich erneut als Mann, Lehrer, SeminarLeiter und evt. dann auch wieder irgendwann als Facilitator in HD aktiv werden. Bis dahin werde ich aber selbstverständlich weiterhin im Hintergrund aktiv an und für Heart Dialoge arbeiten und Iona auch als InterVisor und Ratgeber zur Verfügung stehen.

 

Ich möchte die Fackel dafür erleuchten, dass es endlich ein Weg gibt, der unser ganzes Mensch- und SeelenSein, unser Mann/FrauSein erfasst und menschliche, geschlechts-spezifische Transmutation und spirituelles Erwachen nicht mehr mysteriös und geheimnisvoll erscheinen lässt, sondern ganz praktisch im Hier und Jetzt möglich machen kann.
Ich möchte mich ganz explizit dafür aussprechen, dass alles vermeintlich Dunkle, Böse, Geheime wirklich ans Tageslicht kommen und sich zeigen darf, um gefühlt zu werden, so dass es endlich in seine ursprüngliche, unschuldige, liebesvolle, individuelle Form heilen kann.