Warum es so wichtig ist, die vier UrSeelenÄngste kontextuell getrennt zu prozessieren, um schließlich unser unfragmentiertes, vollständiges SeeleSein verkörpern zu können

Viele modernde und einige traditionelle spirituelle Paradigmen versuchen, Psychologie und Spiritualität zu verbinden. Aus unserer Sicht entsteht dabei leider häufig unvermeidbares und mitunter auch recht fatales emotio-energetisches Chaos. Das liegt darin begründet, dass die vier UrSeelenÄngste von den meisten spirituellen LehrerInnen nicht einzeln als solche gefühlt, beschrieben, diagnostiziert und ihrer Natur entsprechend behandelt werden. Dies ist aber aus unserer persönlichen Erfahrung heraus fundamental wichtig, weil sie sich metaphysisch und intraseelisch auf komplett unterschiedliche Aspekte des Seins beziehen. Du kannst z.B. unmöglich gleichzeitig den Terror darüber heilen, ein Individuum zu sein (IndividualitätsAngst) und deine Individualität zu verlieren (AuslöschungsAngst). Du musst jemand sein (IndividualitätsAngst), bevor du dich verlieren kannst (AuslöschungsAngst). Du musst deine eigene, persönliche Größe und gesunde Macht gefühlt und bewohnt haben (IndividualitätsAngst), bevor du deine Angst davor bewusst fühlen und heilen kannst, entmachtet werden zu können (HingabeAngst). Du musst dich auf das Leben auf der Erde als Mensch einlassen (IndividualitätsAngst), um die Angst davor, deine seelische Heimat zu vergessen/verlieren, aufsteigen zu lassen (Auragetische Angst).

 

 

Zudem leben die einzelnen UrSeelenÄngste meistens in verschiedenen IntraPersonas der Seele. Oder anders: Die einzelnen IPs sind unterschiedlich von jeder USA betroffen. Es kommt jeweils auf die EssenzNatur deiner entsprechenden IP und ihre Bedeutung für dein GesamtSystem an, wie dieser SeelenAnteil seine/ihre UrSeelenAngst erlebt und welche Art von HeilungsWeg es dafür bedarf.

Aufgrund dieser Komplexität liegt es uns am Herzen, bevor wir jemanden auf einem Auragetic oder Source Dialogue Pfad tiefer unterstützen, zu fragen und zu erforschen: "Wer in dir will diesen Weg beschreiten? Was ist seine/ ihre bewusste Intention und was sind die tieferliegenden unbewussten Motivationen dafür?" Mit diesen Fragen nähern wir uns uns der KernFrage aus der Sicht von Heart Dialogue: Ist Spiritualität ein EssenzWunsch, der die tiefste Natur einer IntraPersona ausdrückt oder beruht er auf SchutzKnoten und stellt einen kompensatorischen, strategischen Inhalt einer IntraPersona dar? Geht es wirklich um die Heilung einer UrSeelenAngst oder sollen eher mittels spiritueller Errungenschaften oder Techniken persönlich-menschliche Leiden, KindheitsSchmerzen, LiebesEnttäuschungen, menschliche DesIllusionierungen überdeckt und betäubt werden?

 

 


IntraPersonas, die ihrer Essenz nach spirituell sind, entwickeln häufig kompensatorische spirituelle Wege in ihren SchutzKnoten: Manch eine flüchtet sich zu Engeln, Elfen und Schöpfer, weil Kontakt mit den Menschen unvergleichlich schwerer und schmerzhafter erscheint. Manch einer taucht in vergangene Leben ab, weil die wenigstens schon überstanden sind und rückblickend viel „cooler“, spannender, erfüllter oder spektakulärer erscheinen als das, was Jetzt Hier ist. Für manch einen ist es einfach eine natürliche Ergänzung zur physischen Wahrnehmung des irdischen Universums. Für einen anderen ist es die ganz normale AlltagsMagie. Ein wieder anderer strebt das Verschwinden ("Erleuchten") im NonDualen, das Auflösen im Nirvana an und erklärt dies zum ultimativen einzigen EndZustand, um irdisch-menschliche Zustände nicht ertragen zu müssen oder zumindest genug Abstand dazu zu erhalten. Jemand anderes möchte endlich wieder "eins mit Schöpfer sein" und überdeckt damit regressive früh-kindliche SymbioseWünsche, die auf ungeheilten KindheitsTraumata beruhen. Manch einer möchte vielleicht wirklich einfach nur seine UrSeelenÄngste heilen...

Letzteres (der EssenzWunsch, die entsprechende UrSeelenAngst des auragetischen Pfads sowie Hingabe- und ErwachensPfads heilen zu wollen) ist aus HD-Sicht die einzig gesunde und sinnvolle Motivation, diese Pfade zu beginnen. Dies ist erst dann möglich, wenn mittels des Heart Dialogue Pfades eine bestimmte kritische Masse der persönlich-menschlichen, emotionalen Wunden geheilt worden sind, so dass sowohl die Kindheit dieses Lebens als auch evt. pastlifeThemen emotional zum Abschluss gebracht werden. Erst durch die Heilung von KindheitsWunden und pastlifeTraumata kommt die Vergangenheit wirklich zum emotionalen Abschluss, so dass fortan das Jetzt & Hier vollständig als Individuum bewohnt werden kann. Aus diesem Grund unterstützen wir es nicht, zu meditieren, zu beten oder Kontakt zu feinstofflichen Wesen zu suchen, wenn es eigentlich zunächst ansteht, für persönlich-bezogene IPs/Innere Kinder endlich jene HerzensNahrung (nämlich persönlich-bezogene Liebe) zu bekommen, die wir als Kinder oder in schweren, traumatischen Situationen in diesem oder einem anderen Leben gebraucht hätten, um unser Herz offen und vertrauensvoll-verletzlich halten zu können, statt es durch Strategien und AbwehrMechanismen zu schützen.

 


Wenn eine einzelne IntraPersona sich für einen "spirituellen" Weg entscheidet, während andere IPs unbewusst zur gleichen Zeit ganz andere, ungenährte Bedürfnisse haben, die durch "Spiritualität" überdeckt und überstrahlt werden, sorgt der Grad der persönlichen Identifikation mit dieser entsprechenden "spirituellen" IP häufig dafür, dass "Spiritualität" so zentral und bedeutend erlebt wird, dass andere IPs, die nicht im BewusstseinsFokus stehen, gleichzeitig emotional verhungern und leiden, dies aber weniger bewusst (und deshalb auch vermeintlich weniger leidvoll) erlebt wird als zuvor. Natürlich hat es Auswirkungen auf andere IPs, wenn eine IP tiefgreifende, "spirituelle" Erfahrungen macht: IntraPersonas beeinflussen einander selbstverständlich wie Menschen innerhalb einer WohnGemeinschaft dies auch tun. Doch erlöst es die Erstarrungen und Nöte der anderen nicht: Die Inneren Kinder erhalten dadurch keine HerzNahrung, die animalischen Teile fühlen sich nicht in ihrer Instinkthaftigkeit beantwortet und die männlichen und weiblichen IntraPersonas erfahren keine geschlechtsspezifischen Antworten auf sich selbst.

Wenn eine IP des Systems im AlleinGang, kompensatorisch, als "Droge", um Leiden zu beenden, um "zu erleuchten", um innere Ruhe zu finden oder weil es gerade "in" ist -sprich: nicht auf dem Boden emotionaler Reife- einen "spirituellen" Weg einschlägt, bleibt dies stets eine einseitige Sicht und Erfahrung innerhalb des GesamtSystems: Jeder spirituelle Pfad stellt stets nur je ein Viertel der GesamtSchöpfung aus persönlichem Heart Dialogue, magischem Kosmos des Auragetic Dialogue, Schöpfer-bezogenem HingabePfad und auf das Göttliche Yin bezogenem ErwachensPfad dar; keiner dieser Zustände beinhaltet isoliert jemals "die eine letzte Wahrheit". Aus unserer Sicht ist die tiefste Wahrheit stets, dass wir primär und in Essenz emotionale Wesen sind und dies und unser ewiglich individuelles Selbst als Ausdruck unserer Seele in MenschForm uns spirituell sein lässt.

Am Ende der GesamtReise steht natürlich, dass die geheilten Zustände dieser vier UrSeelenÄngste zusammenfließen und ein einziges, übergangsloses, nahtloses, vollkommen widerspruchsfreies FarbenMeer von Individualität darstellen. Diesen geheilten Zustand haben wir SoulEnlightenment getauft, obwohl man ihn natürlich überhaupt nicht benennen muss, es reicht völlig, wenn man ihn irgendwann verkörpert.